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Hannover PreMoot Week – Eine internationale Veranstaltung der Superlative

Eine Woche lang waren die Internationale Schiedsgerichtsbarkeit, die Grundprinzipien des Rechtsstaates und die anwaltliche Selbstverwaltung Thema des PreMoot in Hannover. Das Institut für Prozess- und Anwaltsrecht der Leibniz Universität Hannover hatte gemeinsam mit der BRAK und der IRZ zu einer digitalen PreMoot Week vom 15.-20.2.2021 eingeladen. Der PreMoot bereitet Jurastudierende aus aller Welt auf den Willem C. Vis Moot vor. Dies ist der weltgrößte Moot Court, bei dem ein handelsrechtlicher Fall vor einem Schiedsgericht simuliert wird und die Studierenden die Rolle des Rechtsanwalts einnehmen.

Neben Workshops, um beispielsweise das Plädieren zu trainieren, stand ein beeindruckendes Vortrags- und Diskussionsprogramm auf der Agenda. Die Teilnehmerzahlen haben alle Erwartungen übertroffen. Über 100 Teams aus mehr als 40 Nationen hatten sich angemeldet. Für die Pleadings waren ca. 190 Schiedsrichter im Einsatz. In 21 Einheiten unterrichteten und diskutierten über 30 renommierte Praktiker und Wissenschaftler. Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle an alle Anwaltskollegen weltweit, die unserem Aufruf gefolgt sind und den PreMoot unterstützt haben.

Auswirkungen der Pandemie auf die Rechtsstaatlichkeit

So diskutierte BRAK-Präsident Dr. Ulrich Wessels mit Donald Deya (Chief Executive Officer der Pan African Lawyers Union), dem malaysischen Rechtsanwalt Raphael Tay (Mitglied des Executive Committee der LAWASIA) und Konstantin Dobrynin (Staatssekretär der Föderalen Rechtsanwaltskammer der Russischen Föderation) zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Rechtsstaatlichkeit. Tay wies auf die mit der Corona-Pandemie aufgekommene globale Diskussion hin, ob die totalitären Regimes im Umgang mit dem Virus effektiver sind als Demokratien. In vielen afrikanischen Ländern sei die Pandemie von der Exekutive oder vom Militär dazu genutzt worden, Kompetenzen zu erweitern, berichtete Donald Deya. Konstantin Dobrinin kritisierte, dass in Russland schnelle und wirksame Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie erlassen wurden, aber die Bürger- und Menschenrechte nicht immer ausreichend berücksichtigt wurden. Dr. Wessels mahnte die Einhaltung rechtsstaatlicher Grundsätze in Deutschland während der Pandemie an, wie die Beachtung der Gewaltenteilung, der Sicherung des Justizgewährungsanspruches etc.

Verschiedene Modelle der Selbstverwaltung

Am Runden Tisch zum Thema „Different Approaches to Self-Regulation of the Legal Profession“ stellten Vertreter der Anwaltsorganisationen aus Israel, Usbekistan, Kasachstan und Indien ihre Modelle der Selbstverwaltung rechtsvergleichend dar. Djamshid Turgaliev (Bar Association of Usbekistan) bedankte sich bei der BRAK für die Unterstützung der usbekischen Anwaltschaft beim Aufbau moderner Selbstverwaltungsstrukturen, die sie durch Zurverfügungstellung ihrer Expertise seit 2019 leistet.

Die ersten Schritte im Anwaltsberuf

Ein weiterer Beitrag widmete sich den ersten Schritten im Anwaltsberuf. Der Präsident der International Association of Young Lawyers, Francois Barré, und deren Vertreterin des deutschen Nationalkomitees Rebekka Stumpfrock sowie Elena Kadelburger und die polnische Rechtsanwältin Agatha Adamcyk berichteten lebhaft von ihren ersten eigenen beruflichen Erfahrungen, gaben wertvolle Tipps rund um den Anwaltsberuf und warnten vor typischen Stolpersteinen. Wichtig sei, den Mandanten stets die richtigen Fragen zu stellen. Die teilnehmenden Studenten jedenfalls nutzten die Chance und wandten sich per Chat mit zahlreichen Fragen an die Praktiker.

Viele weitere Informationen finden Sie hier: https://www.premoot.uni-hannover.de/en/premoot/

Bericht: Rechtsanwälte Kristina Trierweiler, LL.M., Dr. Veronika Horrer, LL.M., Swetlana Schaworonkowa, LL.M., Riad Khalil Hassanain, Bundesrechtsanwaltskammer

 
Prof. Dr. Christian Wolf, BRAK-Präsident Dr. Ulrich Wessels, Donald Deya, Raphael Tay, Konstantin Dobrynin und BRAK-Geschäftsführerin Dr. Veronika Horrer (v.l.n.r.)

Prof. Dr. Christian Wolf, BRAK-Präsident Dr. Ulrich Wessels, Donald Deya, Raphael Tay, Konstantin Dobrynin und BRAK-Geschäftsführerin Dr. Veronika Horrer (v.l.n.r.)

 
 
Dr. Frauke Bachler, Hauptgeschäftsführerin IRZ e.V.

Dr. Frauke Bachler, Hauptgeschäftsführerin IRZ e.V.

 
 
Teambesprechung Lehrstuhl Prof. Dr. Christian Wolf

Teambesprechung Lehrstuhl Prof. Dr. Christian Wolf

 
 
Die Teams aus aller Welt hatten Freude, den anspruchsvollen Fall zu verhandeln.

Die Teams aus aller Welt hatten Freude, den anspruchsvollen Fall zu verhandeln.

 
 
 
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gedruckt am 09.28.2021

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