Durchschnittlicher Überschuss von Rechtsanwaltskanzleien

Hier finden Sie die Analyse zum durchschnittlichen Überschuss von Rechtsanwaltskanzleien im Wirtschaftsjahr 2018.

 

nach Kanzleiform

Der Kanzleiumsatz ist in Sozietäten wesentlich höher als in Einzelkanzleien. Bundesweit erwirtschafteten Einzelkanzleien durchschnittlich 75.000 Euro, Sozietäten 595.000 Euro. Keine nennenswerten Unterschiede ergeben sich aus dem Kanzleigewinn von reinen Einzelkanzleien und Bürogemeinschaften. Allerdings zeigen sich große Differenzen zwischen lokalen und überörtlichen Sozietäten: Letztere erzielten mit durchschnittlich 1.138.000 Euro deutlich höhere Erträge als lokale Sozietäten mit 454.000 Euro.

 

nach Kanzleialter

Ältere Kanzleien erzielten bundesweit mit 294.000 Euro im Durchschnitt höhere Umsätze als junge Kanzleien mit 258.000 Euro. Westdeutsche Rechtsanwälte aus älteren Kanzleien gaben mit durchschnittlich 362.000 Euro einen höheren Gewinn als ostdeutsche Rechtsanwälte mit 157.000 Euro an. Dies gilt auch für junge Kanzleien (West: 329.000 Euro; Ost: 80.000 Euro).

 

nach Ortsgröße des Kanzleisitzes

Mit zunehmender Ortsgröße steigt der durchschnittliche Kanzleiüberschuss. Auch hier bestehen enorme Unterschiede zwischen West und Ost: Rechtsanwaltskanzleien mit Sitz in einer Großstadt (ab 0,5 Mio. Einwohnern) generierten im Westen einen Kanzleiüberschuss von 503.000 Euro, im Osten „nur“ von 316.000 Euro.

 

Durchschnittlicher Überschuss von überörtlichen Sozietäten nach deren Standorten

In Abhängigkeit von ihrem Standort erzielen überörtliche Sozietäten im Durchschnitt ebenfalls unterschiedlich hohe Überschüsse. Die höchsten Gewinne mit 1.332.000 Euro erwirtschafteten im Jahr 2018 überörtliche Sozietäten, die sowohl in den westdeutschen als auch in den ostdeutschen Bundesländern Standorte hatten.

 

Zusammensetzung des Überschusses von Rechtsanwaltskanzleien

Wie auch der Umsatz stammt der Großteil des Kanzleiüberschusses aus anwaltlicher Tätigkeit (95 %). Mit 1 % macht die notarielle Arbeit nur einen kleinen Anteil des Gewinns aus. Bei Sozietäten macht der Überschuss aus notarieller Tätigkeit einen etwas höheren Anteil des Gewinns aus als bei Einzelkanzleien.

 
 

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