FATF Guidance for a Risk-Based Approach für Juristen

Die Arbeitsgruppe für finanzielle Maßnahmen gegen Geldwäsche (Financial Action Task Force /FATF) hat am 04. Juli 2019 ihren Leitfaden für einen risikobasierten Ansatz für Juristen veröffentlicht.

Der Leitfaden wurde innerhalb der letzten 16 Monate von einer speziell eingerichteten „Legal Profession Group“, in der auch die europäische Anwaltschaft vertreten war, entwickelt.

Das Dokument richtet sich an praktizierende Juristen, Staaten und ihre Behörden. Rechtsanwälte sind von Antigeldwäsche-Pflichten in dem Bereich betroffen, wo sie besondere Geschäfte für ihre Mandanten durchführen, beispielsweise im Real Estate Bereich. Der Leitfaden hebt hervor, wie wichtig es ist, Informationen über die Eigentumsverhältnisse beim Begünstigten einer Transaktion einzuholen und bietet Beispiele für vereinfachte, standardmäßige und verschärfte Customer Due Diligence-Maßnahmen. Es werden sogenannte „red flags“ aufgelistet, darunter ungewöhnliche Geldquellen, die Finanzierung privater Ausgaben durch Unternehmen oder Regierungen, eine unübliche kurze Rückzahlungsfrist.

Bei der Arbeitsgruppe handelt es sich um eine intergouvernementale Organisation, die von den Staatschefs der G7-Staaten und dem Präsidenten der Europäischen Kommission 1989 bei der OECD in Paris eingesetzt wurde, um die Methoden der Geldwäsche zu analysieren, Strategien zu ihrer Bekämpfung zu entwickeln und deren Umsetzung durch die Mitglieder zu überwachen.

 
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