Newsletter "Nachrichten aus Berlin"

Ausgabe 20/2020 v. 18.11.2020

BRAK setzt sich erneut für inhaftierte Menschenrechtsanwältin Nasrin Sotoudeh ein

Mit einem Schreiben von BRAK-Präsident Dr. Ulrich Wessels an den iranischen Justizminister Ebrahim Raisi hat die BRAK erneut die sofortige und bedingungslose Freilassung der Menschenrechtsanwältin Nasrin Sotoudeh gefordert. Sotoudeh ist eine der prominentesten Menschenrechtsanwältinnen des Iran. Sie vertrat Jugendliche, denen die Todesstrafe drohte, Frauen, politische Gefangene und Bürgerrechtler und wurde vielfach mit Preisen ausgezeichnet. Wegen ihrer Tätigkeit als Rechtsanwältin und ihres unermüdlichen Einsatzes für die Menschenrechte wurde Nasrin Sotoudeh im Juni 2018 zum wiederholten Mal inhaftiert und zu einer Freiheitsstrafe von 38 Jahren und 148 Stockhieben verurteilt.

Aus Protest gegen die Haftbedingungen und den fehlenden Schutz gegen die grassierende Corona-Pandemie war sie im August und September 2020 in Hungerstreik getreten und schließlich aufgrund ihres bedrohlichen Gesundheitszustands zeitweise aus dem Evin-Gefängnis in ein Krankenhaus verlegt worden. Am 20.10.2020 wurde sie in das Shar-el-Rey-Gefängnis verlegt, wo die Haftbedingungen noch schlechter sein sollen. Aufgrund der unhygienischen Verhältnisse und der fehlenden medizinischen Versorgung wird Nasrin Sotoudeh dort bewusst der Todesgefahr ausgesetzt.

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